header ewh glutenfrei p1

Glutenfrei - Was steckt hinter dem Hype?

Was ist Gluten?

Gluten ist ein natürliches Klebeeiweiß, das in vielen herkömmlichen Getreidesorten vorkommt. Wie der Name schon sagt, sorgt es für die Stabilität und Elastizität von Teigwaren. Ohne Gluten wären unsere Kuchen und Brote also sehr trocken und hart. Darin besteht auch die Gefahr beim Backen mit glutenfreiem Mehl. Hierfür gibt es aber einige Kniffe und Tricks, um auch glutenfrei lockere und fluffige Kuchen und Brötchen zu backen.

Unterschied Gluten und Glutamat?

Gerade zu Beginn einer Glutenintoleranz verwechselt man gerne die Begriffe Gluten und Glutamat. Eine kurze Erklärung soll Abhilfe schaffen. Gluten wurde zu Beginn schon als natürliches Klebeeiweis in einigen Getreidesorten definiert. Glutamat dagegen ist vollkommen glutenfrei, aber dennoch umstritten. Glutamat ist ein teilweise natürlich in Tomaten, Pilzen oder Käse vorkommender Geschmacksverstärker. Oftmals wird Glutamat jedoch auch synthetisch hergestellt und Gewürzmischungen oder Fertigprodukten beigemengt, um den Geschmack künstlich zu intensivieren. Wissenschaftler warnen vor übermäßigem Verzehr von Glutamat, da einige Menschen mit Kopf- und Gliederschmerzen oder Übelkeit darauf reagieren. 

 

CAMBROOK KARAMELLISIERTE CASHEW NÜSSE 12 X 45 G

Diese Cashewnüsse stammen aus Indien und Vietnam und sind somit besonders aromatisch. Zudem sind sie ummantelt von feinem Honig und einem Hauch von Vanille. (12 x 45g = 540g)

Zum Produkt

Glutenhaltige Lebensmittel

Gluten ist unter anderem in folgenden Nahrungsmitteln enthalten:

  • Weizen
  • Dinkel
  • Roggen
  • Gerste
  • Grünkern
  • Handelsüblicher Hafer
  • Graupen
  • Weizengrieß
  • Couscous
  • Flocken aus oben genannten Getreidesorten wie Hafer- oder Dinkelflocken
  • Brot, Brötchen oder Nudeln aus oben genannten Getreidesorten wie Weizen- oder Dinkelmehl
  • Pizza
  • Paniermehl
  • Eiswaffeln
  • Keksen, Müsliriegeln, Kuchen, Torten und anderem Gebäck
  • Salzstangen und anderem herzhaften Knabbergebäck
  • Bier
  • ...

Glutenfreie Lebensmittel

Folgende Nahrungsmittel sind von Natur aus glutenfrei, insofern sie nicht mit glutenhaltigen Produkten kontaminiert sind:

  • Naturbelassenes Obst und Gemüse
  • Naturbelassene Milchprodukte
  • Pflanzenöle und Butter
  • Nüsse, Hülsenfrüchte
  • Fleisch und Fisch
  • Tofu
  • Eier
  • Reine Fruchtsäfte
  • Wasser
  • Wein, Sekt, klare Schnäpse
  • Reine Gewürze und Kräuter
  • Zucker, Honig, Ahornsirup, Marmeladen
  • Johannisbrotkernmehl, Xanthan, Flohsamenschalen
  • Reis
  • Mais
  • Hirse
  • Teff
  • Buchweizen
  • Amaranth
  • Quinoa
  • ...

 

Was ist Zöliakie?

Unter Zöliakie versteht man die ärztlich nachgewiesene Unverträglichkeit von Gluten. Laut der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (DZG) leidet etwa jeder 250. In Deutschland darunter. Darüber Bescheid wissen allerdings die wenigsten. Ein Grund hierfür ist, dass einige Betroffene die typischen Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Eisenmangel, Abgeschlagenheit und viele mehr gar nicht aufweisen. Deshalb bleibt die Krankheit oftmals unentdeckt.

Ist man dennoch von Zöliakie betroffen, bilden sich die so genannten Zotten im Dünndarm zurück. Dadurch können Nährstoffe schlechter aufgenommen werden und es kommt zu Mangelerscheinungen. Unter glutenhaltiger Ernährung verschlechtert sich dies meist zunehmend. Sobald sich Betroffene allerdings streng glutenfrei ernähren, bauen sich die Zotten nach und nach wieder auf und die Symptome gehen zurück. Dieser Prozess kann allerdings auch bis zu einem Jahr oder in Einzelfällen noch länger dauern. 

WIE ERKENNE ICH, OB LEBENSMITTEL GLUTEN ENTHALTEN?

Aufgrund seiner für die Industrie sehr nützlichen Eigenschaften, wie das Verstärken von Aromen, wird vielen Lebensmitteln Gluten zugeführt. Deshalb versteckt es sich manchmal in Lebensmitteln oder Kosmetika, die man zunächst für glutenfrei hält. Beispiele hierfür sind:

  • Eis, Schokolade, Pudding
  • Nuss-Nougat Cremes
  • Senf, Ketchup
  • Gewürzmischungen
  • Tiefkühlspinat, Kroketten
  • Fruchtjoghurts o.ä.
  • Kräuterfrischkäse
  • Gemüsebrühe
  • Zahnpasta, Lippenbalsam

Wichtig ist deshalb immer die Zutatenliste genau zu studieren. Am besten auch bei bekannten Produkten, da Hersteller öfter die Rezepturen ändern, ohne dies besonders zu kennzeichnen.

Nach der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2011 müssen Zutaten, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen gekennzeichnet werden. Somit müssen auch glutenhaltige Inhaltsstoffe als solche deklariert werden. Steht also beispielsweise Stärke bei den Zutaten und nicht Weizenstärke, kann man davon ausgehen, dass es sich um glutenfreie Stärke handelt.

 

Verdacht auf Glutenintoleranz und jetzt?

Für die Diagnose von Zöliakie ist es unumgänglich zu einem Internisten bzw. Gatsroentrologen zu gehen. Dort wird im ersten Schritt ein Bluttest gemacht. Ist dieser positiv und deutet somit mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Glutenintoleranz hin, sollte eine Dünndarmbiopsie vorgenommen werden. Nur über diese erhält ein Patient absolute Klarheit über seine Diagnose. Außerdem lässt sich so der Grad der Erkrankung bestimmen. Außerdem ist bei einer positiven Diagnose eine Ernährungsberatung sinnvoll. Dort kann man langsam lernen seine Essgewohnheiten umzustellen.

 

 

FAZIT ZUR GLUTENFREIEN ERNÄHRUNG

Wie schon zu Anfang beschrieben, ist es nur für Zöliakieerkrankte ratsam eine strikt glutenfreie Diät zu halten. Für gesunde Menschen ist Gluten grundsätzlich nicht schädlich. Generell ist eine gesunde und vor allem ausgewogene Lebensweise immer empfehlenswert. Bei dem Verdacht auf Glutenintoleranz sollte in jedem Fall ein Facharzt aufgesucht werden.