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Arabica und Robusta

Woher kommt er, unser heiß geliebter Kaffee?

Äthiopien gilt als das Ursprungsland des Kaffees. Dort wurde die Wirkung der kleinen Bohne schon im 9. Jahrhundert erkannt. Rund fünf Jahrhunderte später im 14. Jahrhundert gelangte der Kaffee dann, vermutlich durch Sklavenhändler, nach Arabien. So entstand auch das erste Café in dem damaligen Persien. Von der Türkei aus haben sich diese Kaffeehäuser schnell in ganz Europa verbreitet.

Nach Deutschland kam der Kaffee vor allem über die Häfen ins Land. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die ersten Cafés Deutschlands in Bremen und Hamburg entstanden. Zum Getränk für Jedermann wurde Kaffee allerdings erst im 19. Jahrhundert. Denn zu dieser Zeit wurde der Kaffeehandel deutlich einfacher. Die voranschreitende Industrialisierung mit der Erfindung der Dampfschifffahrt revolutionierte das Transportwesen grundlegend. Zudem konnten Börsenpreise durch eine verbesserte Kommunikation schneller durchgegeben werden und weitere technische Geräte erleichterten die Röstung und Zubereitung des geliebten Getränks zusätzlich.

 

G.C. BREIGER IKACOFFEE ESPRESSO 1KG

Der vollmundige Bio Kaffee aus dem küstennahen Hochland der Sierra Nebada in Kolumbien überzeugt mit seinem kräftigen Geschmack und leichten Schokoladennoten.

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Wo wird Kaffee angebaut?

Wer schon einmal selbst versucht hat Kaffee anzupflanzen, wird schnell gemerkt haben, dass diese Pflanze ihren eigenen Willen hat und sehr empfindlich ist. Sie wächst nur unter ganz bestimmten Bedingungen, die nur in einem kleinen Teil der Welt, dem sogenannten Kaffeegürtel, gegeben sind. Da bekommt der Ausdruck „sensibles Pflänzchen“ eine ganz ursprüngliche Bedeutung. Denn sie benötigt feucht-trockenes Wechselklima ohne Frost. Der Kaffeegürtel liegt zwischen dem 23° nördlicher Breite und 25° südlicher Breite und erfüllt diese Voraussetzungen optimal. Typische Kaffeeanbaustätten in diesem Ring sind Brasilien mit ca. 45% der gesamten Weltproduktion, Ostafrika mit ca. 25% und Mittelamerika sowie Teile Asiens.

In einer ersten groben Einteilung ordnet man die Kaffeesorten dann ihrem Anbauland zu und benennt die Provenienzen. Provenienzen können Länder, Regionen, Farmen oder die Kooperativen die den Kaffee liefern sein.

Auf den meisten Plantagen wird einmal im Jahr geerntet. In einigen Anbaugebieten sind aber auch zwei Ernten möglich. Dabei trägt ein Kaffeebaum pro Jahr durchschnittlich nur 450g Rohkaffee. Je nachdem was geerntet wird, handelt es sich entweder um sogenannte Reinsorten (Single Origins), also Kaffees aus nur einer Provenienz, oder um Mischungen, die sogenannten Blends. Mischungen kommen dann zum Einsatz, wenn man ein bestimmtes Geschmacksprofil erhalten möchte, dieses aber in keiner Reinsorte vorliegt.  

Wer gerne einen Single Origin probieren möchte, ist bei Mlima Coffee oder Ikacoffee richtig. 
Mlima Coffee wird am Fuße des Kilimandscharos in Tansania angebaut und überzeugt durch seinen fein herben Geschmack. Der IkaCoffee wächst hingegen im küstennahen Hochland der Sierra Nevada in Kolumbien und zeichnet sich durch seinen kräftigen Geschmack und eine leichte Schokoladennoten aus. 

 

 

Alles über die Kaffeepflanze

Die Kaffeepflanze ist eine immergrüne Pflanze der Gattung Coffea. Der Kaffeebaum wird zwischen 6 und 12 m hoch, als Strauch auf einer Plantage bis zu 3m. Die Kaffeepflanze hat eine Besonderheit: sie kann gleichzeitig Früchte tragen und blühen. Unreife Früchte sind grün, reife Kaffeekirschen dagegen leuchtend rot. Die Kaffeebohne ist eigentlich auch nur der Samen einer Kaffeepflanze und nicht die Frucht. Es existieren unfassbare 80 unterschiedliche Arten von Kaffeepflanzen. Wirtschaftlich bedeutend sind allerdings nur folgende zwei Arten:

  • Coffea Arabica
  • Coffea Robusta 

 

Arabica und Robusta im Vergleich

Die beliebte Arabica Bohne stammt aus der sehr empfindlichen Arabica Pflanze. Sie benötigt deshalb ein mildes Klima zwischen 15 – 25 Grad und verträgt auf gar keinen Fall Frost. Man findet sie auf einer Anbauhöhe zwischen 400m – 1200m. Bei ihr muss man sich von der Bestäubung bis zur Ernte circa 6-8 Monaten gedulden.Die Robusta Pflanze hingegen ist wie der Name schon sagt „robuster“. Sie wächst schon in einer geringen Höhe von 0 bis 900m, ist widerstandsfähiger und ertragreicher als ihre zarte Schwester Arabica. Sie verträgt auch etwas mehr Wärme, mag Frost allerdings genau so wenig wie die Arabica. Die Reifung der Robusta Kaffeekirschen dauert mit  circa 9-11 Monate ein wenig länger als bei der Arabica Pflanze.Betrachtet man die Kaffeebohnen optisch besitzt die Arabica Bohne eine eher längliche Form, deren Seite flach ist. Die Robusta Bohne hingegen ist rundlicher und hat eine fast gerade Kerbe in der Mitte der Bohne. Wenn Du das nächste Mal also eine Kaffeebohne in der Hand hältst, kannst Du sie jetzt direkt zuordnen.Aufgrund der schwierigeren Anbaubedingungen sagt man der Arabica Bohne ein feineres, komplexeres Aroma nach. Die Robusta Bohne hat eher ein derberes, würzigeres oder auch erdigeres Aroma als die Arabica Bohne. 

 

Wodurch wird der Geschmack geprägt?

Obwohl letztlich alle Kaffeepflanzen zur gleichen Art, der Coffea, zählen entfalten sie sehr individuelle Geschmacksprofile. Diese. werden durch eine Vielfalt von Faktoren beeinflusst. Beispielsweise durch

  • das Klima,
  • die Höhe,
  • die Bodenqualität,
  • die Anbautechniken
  • sowie die Aufbereitungsart.

 

Die wirtschaftliche Bedeutung von Kaffee

Nach Erdöl ist Kaffee das zweitwichtigste Handelsprodukt weltweit. Er wird sogar an der Börse gehandelt. Mengenmäßig stellt dabei der Arabica mit ca. 70% den Großteil des Kaffeehandels dar. Die anderen 30 % macht dann der Robusta aus. Weltweit sind rund 25. Mio. Menschen direkt mit der Kultivierung, dem Transport, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Kaffee beschäftigt.